Der erfolgreichste FIGHTER 1999 - GER 202


Auf GER 202, Nachfolger des bekannten FIGHTER GER 52, wurde die Siegesserie fortgeschrieben. Viele Verbesserungen wurden von der Werft übernommen und finden sich als Standard in der Serie ab GER 200.
Ausgereift, vollständig, verlässt der FIGHTER die Werft in Vilshofen. Ein Kriterium, das meines Wissens nach von keiner anderen Bootsklasse behauptet werden kann.
Doch wie allen bekannt, mir der Bootsschale alleine kann man nicht segeln, dazu bedarf es eines angepassten Segelsatzes!

Die Firma FRITZ - SEGEL ist die andere Seite zum Erfolg.
Werner Fritz und ich haben in Zusammenarbeit das Erfolgssegel erarbeitet. Verringerte man in der Vergangenheit die Segelfläche kontinuierlich um die Krängung zu verringern, um mit Starkwind noch ungerefft segeln zu können, ist der neueste Stand maximale Segelfläche nach Klassenvorschrift.
Ein weiterer Vorteil dieser Segel ist, dass alles speziell nur für den FIGHTER angepasst und ausgemessen wurde. Dabei wurde auf leichtes Setzen der Segel, sowie auf die Fensteranordnung zur Trimmkontrolle geachtet. Des weiteren wurden Zugpunkte am Schothorn der Fock neu festgelegt, um die Segeleinstellung zu optimieren.

Um dies zu erreichen, wurde der neue FIGHTER im März 1999 von der Werft zum Chiemsee gebracht, um die Vermessungs- und Anpassungsarbeiten vorzunehmen und in den Computer einzugeben. Der Arbeitsaufwand hat sich gelohnt, denn die erreichten Erfolge bestätigen das gelungene Produkt. FRITZ-SEGEL-gb für FIGHTER ist ab sofort unter dieser Bezeichnung zu erwerben.

Vorteile des neuen Segelsatzes:
Nicht, wie immer angenommen, mehr Segelfläche bringt mehr Krängung, nein ganz das Gegenteil ist eingetreten. Werner Fritz ist es gelungen, den Segelschnitt so anzupassen, dass die Segelfläche den Vortrieb verbesserte. Das heisst mit anderen Worten, der FIGHTER trägt eine Windstärke mehr, die Sicherheit des Bootes ist damit noch grösser geworden, als es mit dem keineren Segel 97/98 schon war. Die abgestimmten Segel belasten das Rigg weniger als zuvor, die Segel sind kontrollierter zu segeln. Geschwindigkeiten im Halbwindbereich von über 10 Knoten in voller Gleitfahrt sind an der Tagesordnung. - Seglerherz, was willst Du mehr!

Ausführung des Bootes
Der FIGHTER GER 202 wurde mit Doppelruder gesegelt, dies bringt dem Boot die nötige Sicherheit. Ein unkontrolliertes Manöver im Starkwindbereich ist unter normalen Umständen ausgeschlossen. Eine Doppelruderanlage sollte schon zur eigenen Sicherheit nachgerüstet werden, da nur damit in extremer Schräglage ein Steuern des Bootes möglich ist. Der Nachteil im Nullwindbereich ist zu vernachlässigen, da bei Nullwind besser Baden als Segeln angesagt ist. Erfolgt die Anströmung der Ruderblätter, beginnt schon der Vorteil der Doppelruderanlage.

Zum Thema Schottführung ist zu sagen: Leider werden aus sehr grossen Kostengründen die Groß- und Fockschoten noch immer ohne Endlosspleiss geliefert. Nach meiner Meinung sollte man sich diesen Kostenfaktor jedoch leisten und nachrüsten. Denn nur mit Endlosschotführung ist man in der Lage, ohne Vorbereitungen sich ganz auf das Segeln zu konzentrieren. Ein Zurechtrücken der vorhandenen Schoten zum eventuellen Öffnen der Segel entfällt damit. Eine Sicherheitsmassnahme, die nicht sein muss, aber das Fightersegeln sehr bequem macht.

Die Untersetzung zum leichten Führen der Fockschot ist eine weitere Erleichterung im Handling. Es führt ohne viel Kraftaufwand zur genauen Einstellung der Fock. An der Kreuz ist ein einfaches, kraftfreies Justieren möglich. An Wendemarken ein schnelles Öffnen und Dichtholen gewährleistet. Selbst das Einrollen der Fock wird unterstützt.
Diese Untersetzung kann in jedes Boot nachgerüstet werden.
In den neuen Booten sind fast alle Umlenkrollen vorhanden, der Umbau ist ohne viel Aufwand zu betreiben. Gespräche mit Herrn Stöberl zur Serienfertigung erfolgen noch im Herbst 1999.

Fazit:

Die Entwicklung ist ausgereift
Ein Boot, das einmalig ist
Alles stimmt zusammen
Erfolge sind vorprogrammiert

Der Erfolg gibt mir recht
Gez. der Verfasser: Günther Baumgärtner