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Regattabericht – Parzival-Cup – 16. bis 17. September 2006


Stephan Bode schrieb vor einem Jahr (2005) zum Parzival-Cup: „Gerhard füllt seinen Pokal mit zwei Flaschen Sekt und das Trinken wird zum Show-Akt. Groß ist der Pokal und schwer – da ist Übung gefragt. Die Restaurant-Terrasse verlassen wir nicht ohne einen Happen zu essen. Schmeckt richtig gut ...“ (ab hier dann 2006) ... dieser Salat mit Lachsstreifen und Kräuter-Vinaigrette. Auch in Bezug auf den Sieger konnte anerkennend gesagt werden: „same procedure as every year“!

In diesem Jahr hatte Stephan leider kein Glück, weil er eben genau in einer der stärksten der über tausend starken Böen landete, die auch jedem anderen „den Nerv“ geraubt hätte! So wurden aus 13 Teilnehmern von Samstag auf Sonntag nur noch 12 – und für alle, die nicht dabei sein konnten, sei festgestellt: Es war wirklich hammerhart!

Am Samstag gab es drei Läufe bei 4 bis 5 bft., in Böen sicher auch bis zu 7 bft., mit ständig drehenden Winden. Einige Boote kamen nicht so einfach vom Steg weg und mussten mit dem Motorschlauchboot auf den See gezogen werden, abgesehen von zum Teil abenteuerlichen und schwierigen Anlegemanövern.

Zum großen Teil wurde die Regatta am ersten Tag zum wahren Lotteriespiel und zum Kampf ums „Überleben“! Kaum jemand blieb von Kenterungen verschont; fünf davon waren so heftig und „komplett“, dass die Boote mit Hilfe eines Sicherungsbootes aufgerichtet werden mussten, was für die Betreffenden leider zur Disqualifikation in den Läufen führte. Am Sonntag ging es dann bei 2 bis 3 bft. und herrlichstem Sonnenschein geradezu ideal und etwas gemächlicher zu, selbst wenn auch an diesem Tag etliche Böen (vor allem an der Luv-Tonne) nicht zu unterschätzen waren. Jetzt war das Materialpech allerdings von Michael gepachtet, der wegen eines Schadens am Ruder beide Läufe nicht mitsegeln konnte und so eine bessere Platzierung verlor.

Gerhard Meier hat erneut gewonnen; ganz knapp aber wahrscheinlich mit mehr Routine als 2005; denn alle anderen sind ja auch besser geworden – und irgendwie ist bei der harmonischen Siegerehrung in Gedanken auch Günther Baumgärtner anwesend, der, über das ganze Gesicht strahlend, voller Stolz von seinem „Spezie“ spricht (auf diesem Wege, lieber Günther, gute Besserung für Deinen verletzten Finger und Deinen „Offroader“.)

Es war tatsächlich knapp für Gerhard; denn punktgleich verblieb Werner Schulze mit 8 Zählern wegen nur etwas schlechterer Einzelplatzierungen auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von Routinier Heiner Melching (mit Dank an Yvonne Hauf für das überlassene Boot), dem Senkrechtstarter Joachim Schwindt und dem versierten Nachwuchssegler Martin Keßler mit Gesamtpunkten von 12 bis 17.

Dann folgt in den Platzierungen wie gewohnt ein starkes Mittelfeld mit dem sehr stark segelnden Hans-Werner Markgraf (ich bleibe als Neuling immer noch unsicher, ob man „Hawee“ sagen soll oder muss oder darf), dem segelversierten Fighter-Newcomer Hans-Peter Asbeck, dem Segelanalytiker Michael Fuchs sowie Margot Melching (als Siegerin im separat ausgetragenen Frauen-Cup) und Hermann-Gerhard Gerdes, mit dem ich mehrfach nicht ganz so einfache, aber faire „Tonnenduelle“ austragen durfte.

Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld durch Daniel Marth und mich, die sich als Regatta-Neulinge letztlich auf den ihnen zustehenden Bahnen und Plätzen wiederfanden, aber mehrfach andeuten konnten, dass auch mit ihnen in Zukunft zu rechnen ist. Den sportlichsten Part lieferte für mich ohnehin Daniel, der seinem Boot mit einiger Kondition hinterherschwamm und erst nach mehrmaliger Bitte des Sicherungsbootes bereit war, den „Vorgang des Einfangens“ sehr generös anderen zu überlassen.

Meine Nachricht an die Gastgeber:

Liebe Neuruppiner der RSN! 

Namentlich wäre es jetzt für mich doch recht schwer, Euch richtig und funktional zuzuordnen. Aber ich habe Eure fröhlichen (und manchmal auch verschmitzt lächelnden ;-) Gesichter erstaunlich gut im Gedächtnis gespeichert. Fast überraschend für mich und bestimmt auch für andere schön zu sehen, dass Ihr einen solch jungen Vorsitzenden habt! Seine jugendliche Frische und sein Einsatzwille waren in Eurem ganzen Team verankert. Werner G. nahm sich z.B. die Zeit, um anderen und mir in aller Ruhe die Liegeplätze am Steg des Nachbarvereins zu zeigen (ich kenne das von anderen Orten auch so (hier im Originalton): „Ihr Boot? Pack das doch da drüben hin!“ - &§*?-!xo?;-((..!?** Also alles keine Selbstverständlichkeit!

Yvonne und Werner haben zum Regattaausklang dann beim Wirt des Vereinsrestaurants noch 20 % Preisnachlass ausgehandelt. Ebenfalls nur eine der sofort sichtbaren Gesten der „Ortsansässigen“.

Es sind aber auch die vielen unsichtbaren Dinge und ungezählten Einzeldialoge, die den Aufenthalt für jeden, der es will, in jeder Hinsicht angenehm und rund machen. Ihr habt Euren Beitrag sehr gut geleistet. Euer Gelände(See, Hafen, Liegeplätze, Vereinshaus und Restaurant) ist phantastisch und sehr (wieder-)einladend. Es hat mir und allen anderen riesigen Spaß gemacht und ich weiß schon jetzt, dass ich im nächsten Jahr gern wiederkommen möchte! Mit einem herzlichen Dankeschön an Euch!


Peter Wilckens, Eutin, 20. September 2006


P.S.: Ach so, die wahren Begebenheiten möchte ich dann aber doch an anderer Stelle schildern! Klicken Sie <hier ...> und behandeln Sie alles, was Sie dann erfahren, streng vertraulich!